Im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Hohenroth wird verschiedene Atemschutzbekleidung und Atemschutztechnik von der Firma Metzler vorgestellt. Anwesend sind Kommandanten und Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Hohenroth, Leutershausen und Windshausen.

 

 

Zunächst wird die Atemschutzbekleidung besprochen.

Herr Erster Bürgermeister Straub erkundigt sich, welche Atemschutzbekleidung bei den Feuerwehren benötigt wird:

-      FFW Hohenroth: 15x Überjacke, 15x Überhose, 15x dünnere Jacke

-      FFW Leutershausen: 8x Überjacke, 8x Überhose, 8x dünnere Jacke

-      FFW Windshausen: 8x Überjacke, 8x Überhose, 8x dünnere Jacke

ð  Gesamtsumme: 31x Überjacke, 31x Überhose, 31x dünnere Jacke

 

Die drei Wehren benötigen sowohl dünnere Jacken („Sommerjacken“) als auch die Überjacke mit Überhose. Die Überjacke ist für Vegetationsbrände, Flächenbrände geeignet und die dünnere Jacke wird für Beseitigungen von Ölspuren verwendet.

Die Jacken gibt es in den Farben dunkelblau und rot.

Besser geeignet ist die Farbe dunkelblau, da vor einem roten Feuerwehrauto Personen in roter Kleidung für vorbeifahrende Fahrzeuge schwer erkennbar sind. Diese Überjacken in dunkelblau kosten pro Jacke 20 € Aufpreis, da die Reflektoren gepatcht (aufgebügelt) sind und sie eine bessere Qualität durch elastische Bänder haben. Zudem ist ein NFC-Chip integriert, was einen persönlichen Scan für den Fire Manager möglich macht. Zudem kann hiermit die Anzahl der Waschgänge in Salz dokumentiert werden.

Die Atemschutzbekleidung kostet pro Kleidungsstück 20 € Aufpreis. Damit ergibt sich für das oben aufgeführte Set (Überjacke, -hose, dünnere Jacke) 60 € Aufpreis pro Set. Eine Sonderanfertigung hat zusätzlichen Aufpreis.

 

Im Nachgang wurde vom 1. Kommandanten der FFW Windshausen erwähnt, dass auch Handschuhe und Nackenschutz in der jeweiligen Anzahl für alle drei Feuerwehren benötigt werden.

 

 

Des Weiteren wurden Atemschutzgeräte vorgestellt.

Ralf Baderschneider erklärt, dass im November 2025 eine Generalüberholung von vier Atemschutzgeräten ansteht und in der Freiwilligen Feuerwehr Hohenroth keine Ersatzgeräte mehr vorhanden sind oder beschafft werden können, da die Geräte bereits über 25 Jahre alt sind.

Daher werden neue Atemschutzgeräte, genauer Masken und Pressluftatmer benötigt.

 

Helme:

Die Feuerwehr Leutershausen hat vor vier Jahren neue Helme bekommen, welche nun für die Feuerwehr Windshausen ebenfalls beschafft wurden.

 

Die Firma Metzler informiert darüber, dass Helme ein Ablaufdatum haben. Neu angefertigte Helme besitzen kein Ablaufdatum. Hier ist eine jährliche Sichtkontrolle durch den Gerätewart ausreichend.

 

Pressluftatmer:

Benötigt werden 4 Lungenautomaten, 12 Masken und 4 Pressluftatmer.

 

Die Firma Metzler stellt den Pressluftatmer von Dräger vor.

Der Pressluftatmer von Dräger sitzt auf den Schultern fest auf und ermöglicht eine gesamte Schwenkung. Der Hüftgurt ist fest verbunden. Zudem ist er abwaschbar und besitzt Schnellverschlüsse. Dies dient der groben Reinigung, bevor es in der Atemschutzwerkstatt final gereinigt wird. Die Tragplatte kann auf drei Längen (klein, mittel, groß) angepasst werden, je nach Größe der Person. Eine Tragplatte ist gut, da keine Bewegung nach hinten zugelassen und beim Sturz somit die Wirbelsäule geschützt wird. Aufpreis sind 200 €, wenn sie nachträglich gekauft und nachgerüstet wird, Haltbarkeit sind 10 Jahre. Die Firma Metzler erklärt auch, dass eine Anschaffung für mindestens 18 Jahre gedacht ist. Die Gewährleistung ist zwei Jahre. Sofern kleine Bauteile ausgetauscht werden müssen, für deren Defekt keiner etwas kann ist ein unentgeltlicher Wechsel auch nach zwei Jahren möglich. Die Lieferzeit von einem Pressluftatmer beträgt ca. drei Tage.

 

Herr Erster Bürgermeister Straub fragt nach, ob eine Landkreis-Sammelbestellung möglich wäre. Dies ist bei der Firma Metzler keine Option, da die Bestellungen Ticket gebunden sind. Zudem wird darüber informiert, dass auch für Nachbestellungen der bezahlte Preis weiterhin gültig ist, bis es von der Firma zu einer Preiserhöhung kommt.

 

Zusammenfassend haben sich alle drei Feuerwehren gemeinsam für die Atemschutzbekleidung in der Farbe dunkelblau entschieden. Da zu diesem Zeitpunkt kein Gesamtpreis für alle benötigten Atemschutzbekleidungsstücke und Atemschutzgeräte genannt werden kann, wird ein erstes Angebot erstellt. Vor finaler Bestellung werden die Kleidungsstücke in verschiedenen Größen für zwei Wochen zur Verfügung gestellt, damit eine Anprobe erfolgen kann. Herr Jan Achtzehn, 1. Kommandant der Feuerwehr Windshausen hat sich als Verantwortlicher für die Organisation der Anprobe zur Verfügung gestellt. Die Lieferzeit der Atemschutzbekleidung beträgt ca. sechs bis vierzehn Wochen.

 

Abschließend wird von Herrn Ralf Baderschneider gewünscht CO-Warngeräte für alle drei Feuerwehren zu beschaffen, um eine CO-Vergiftung vorab feststellen zu können. Die Firma Metzler erklärt, dass es auch hier mehrere Geräte gibt. Ein Wegwerfgerät kann beispielsweise nur zwei Jahre genutzt werden und muss anschließend entsorgt werden. Ein no-limit-Gerät kann für ca. fünf bis sechs Jahre verwendet werden.

 

Zudem werden Feuerwehr-Systemtrenner benötigt. Zwei für die FFW Hohenroth und jeweils einer für die FFW Leutershausen und Windshausen.

Herr Erster Bürgermeister Straub erklärt, dass vor längerer Zeit eine Anschaffung/Sammelbestellung durch die NES-Allianz geplant war. Er wird sich mit der NES-Allianz in Verbindung setzen und sich über den Sachstand informieren.