TOP Ö 5: Information zur Schaffung eines Nationalparks in der Rhön

Der Freistaat Bayern ist gegenwärtig dabei, einen dritten Nationalpark nach den Nationalparks Bayerischer Wald und Berchtesgaden im Freistaat zu schaffen. Dabei ist die Rhön eine von mehreren Optionen. Die Umweltministerin Ulrike Scharf hat mit ihrem Ministerium die Aufgabe, den Abwägungsprozess vorzunehmen und zu einem Ergebnis zu kommen. 2. Bürgermeister Erwin Kruczek informierte über den Dialogprozess mit Frau Scharf am 15.03.2017 im Zuge eines Ortstermins in der Rhön.

 

Nationalparke sind großflächige Naturräume, in denen sich die Natur weitgehend ungestört entwickeln kann. Sie sind aber auch Regionen für Menschen – als Heimat-, Lebens- und Wirtschaftsraum sowie Lehr- und Lernorte. Sie haben große Bedeutung für den sanften Tourismus. Die gesetzlich festgelegten Kriterien für eine Ausweisung sind insbesondere folgende:

  • großräumig, weitgehend unzerschnitten und von besonderer Eigenart
  • mindestens 10.000 Hektar Fläche
  • in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes müssen die Voraussetzungen eines Naturschutzgebiets erfüllt sein und die Flächen müssen sich in einem überwiegenden Teil ihres Gebietes in einem von Menschen nicht oder wenig beeinflussten Zustand befinden oder geeignet sein, sich in einen Zustand zu entwickeln oder in einen Zustand entwickelt zu werden, der einen möglichst ungestörten Ablauf der Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik gewährleistet.

Nationalparke sollen auch dem Naturerlebnis der Bevölkerung, der naturkundlichen Bildung und der wissenschaftlichen Umweltbeobachtung dienen.

(Auszug aus der Broschüre des Umweltministeriums „Ein dritter Nationalpark für Bayern“)

 

Bei dem Termin mit der Umweltministerin am 15.03.2017 wurden die betroffenen und die benachbarten Gemeinden über den sog. konkretisierten Suchraum für einen Nationalpark Rhön informiert. Herr Kruczek zeigte diesen Suchraum anhand einer Karte auf. Die Gemeinde Hohenroth wäre zu einem Nationalpark Rhön unmittelbar benachbart.

 

Der 2. Bürgermeister Erwin Kruczek informiert die Gemeinderäte anhand einer Präsentation über mögliche Vor- und Nachteile eines Nationalparks in der Rhön.

 

Die Entwicklung der Standortentscheidung für den dritten Nationalpark in Bayern soll mit einem sehr offenen und transparenten Dialogprozess unter Einbeziehung der kommunalen Verantwortungsträger und der Bürgerinnen und Bürger erfolgen.

 

Für den neuen Nationalpark Rhön sollen vorwiegend Flächen im staatlichen Eigentum in Frage kommen.

 

Vorhandene Siedlungsräume und agrarwirtschaftliche Flächen sind nicht betroffen. Die Gemeinde Hohenroth wird den weiteren Dialogprozess aufmerksam begleiten, schloss Herr Kruczek.

 

Die Gemeinderäte disskutieren ausführlich und sehr intensiv das Für und Wider eines Nationalparks Rhön.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat Hohenroth sieht keine Notwendigkeit der Ausweisung eines Nationalparks in der Rhön. Die Nachteile für die Forstwirtschaft sind zu gravierend. Es ergeben sich, in jeder Hinsicht, durch eine Ausweisung als Nationalpark keine Vorteile gegenüber dem bereits vorhandenen Biosphärenreservat.

Der 1. Bürgermeister wird beauftragt, diese Meinung im Dialogprozess zu vertreten.

 

Des Weiteren sollten  sich die betroffenen Kommunen, politischen Vertreter und Waldbesitzer zu einem ausführlichen Dialogprozess zusammenfinden.


Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16