TOP Ö 2: Bürgerhaus Hohenroth - Zustimmung zum Bauentwurf und Finanzierungskonzept (KIP)

Das Bürgerhaus in Hohenroth birgt Räume für verschiedene gemeindliche Nutzergruppen.

Im Kellergeschoss befindet sich ein Jugendraum, im Erdgeschoss ein allgemeiner Versammlungsraum, im Obergeschoss die Räume für Frauenbund und Krabbelgruppe und das Dachgeschoss wird vom Schützenverein genutzt.

Das Gebäude wurde ca. 1895 als Schule erbaut und wurde 1980 zum Bürgerhaus umgebaut.

Im Zuge dieser Umnutzung wurde an das bestehende Backsteingebäude ein Foyeranbau mit

Treppenhaus angegliedert. Die Fenster stammen aus der Zeit des Umbaus, ebenso die Gas-Heizungsanlage.

Aus heutiger Sicht können die Fenster die Anforderungen aus energetischer Sicht nicht erfüllen.

Aus diesem Grunde ist geplant, diese zu erneuern, um die Wärmeverluste und die Energiekosten

zu verringern.

Um das EG des Gebäudes, in dem der große allgemeine Versammlungsraum untergebracht ist,

barrierefrei erreichen zu können wird eine Rollstuhl-Hebebühne im Bereich der Außentreppe

angebaut. Zudem erhält das EG eine barrierefreie Toilette.

Im Nebengebäude des Bürgerhauses soll eine öffentliche Toilette in barrierefreier Ausführung

eingebaut werden, die dem Kirchplatz zugeordnet ist. Diese Toilette ist für die Besucher von

Aktivitäten auf dem Kirchplatz (Feste etc.) und als öffentliche Toilette nutzbar.

Durch die geplanten Sanierungsmaßnahmen wird die Nutzung des Gebäudes noch wesentlich

intensiviert und dadurch die dörfliche Gemeinschaft gestärkt.

Gerade für die Innenentwicklung hat das Vorhaben weitere Bedeutung. Hohenroth ist in den

vergangenen Jahrzehnten erheblich gewachsen. Dabei hatte die Gemeinde stets auch die Entwicklung im Ortskern im Auge. Es gelang weitgehend, Leerstände zu vermeiden. Ein wichtiger Faktor dafür ist, durch die Erhaltung öffentlicher Einrichtungen mit ihren unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten wie Bürgerhaus, Rathaus, Musikheim, Feuerwehrhaus und natürlich auch die Kirche Bezugsfelder im unmittelbaren Wohnumfeld zu erhalten. Das Bürgerhaus ist enorm ausgelastet.

Es ermöglicht mit seinen Einrichtungen auf dem vor dem Gebäude liegenden Kirch- / Dorfplatz

weitere Veranstaltungen für die Ortsbevölkerung im Jahreskreislauf. Hervorzuheben sind besonders der Weihnachtsmarkt und das Dorf- / Pfarrfest.

Die Sanierung und Erhaltung des Bürgerhauses trägt erheblich zur Lebendigkeit und Attraktivität

des Innerorts von Hohenroth bei.

 

Für die oben genannte energetische Sanierung und Umbaumaßnahmen zur Barrierefreiheit des Bürgerhauses in Hohenroth wurde im Januar 2016 der Antrag auf Förderung durch das KIP-Programm gestellt; eine Förderung der Maßnahme wurde ursprünglich aber nicht zugesagt.

 

Gemäß Schreiben der Regierung von Unterfranken vom 13.04.2017 kann das Projekt „Bürgerhaus Hohenroth“ – als Ersatz für die Maßnahme „Rathaus Hohenroth“ – in die Förderung nach dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP) aufgenommen werden; dabei wurde eine Höchstförderung in Höhe von 148.100,00 € in Aussicht gestellt.

Im Zuge dessen wurde auch der vorzeitige (förderunschädliche) Maßnahmenbeginn gestattet; der Maßnahmenbeginn ist der Regierung formlos per E-Mail mitzuteilen (als Maßnahmenbeginn gilt der Abschluss eines der Durchführung dienenden Bauleistungs- bzw. –lieferungsvertrages). Die Maßnahme muss bis zum 31.12.2020 abgeschlossen sein.


Beschluss:

 

Der Gemeinderat Hohenroth stimmt dem vorgelegten Bauentwurf des Architektur- und Ingenieurbüros Alexander Albert, Salz, vom 13.11.2017 für die Maßnahme „Bürgerhaus Hohenroth, energetische Sanierung (mit Abbau von baulichen Barrieren)“ zu.

 

Die Finanzierung der Baumaßnahme stellt sich auf dieser Basis wie folgt dar:

 

1. Förderung nach dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz
    (KInvFG)                                                                                           148.100,00 €

2. Eigenmittel der Gemeinde Hohenroth                                              102.752,65 €

 

Gesamtkosten gem. Kostenberechnung zum Bauentwurf:         250.852,65 €

 

Die Verwaltung wird beauftragt den Zuwendungsantrag bei der Regierung von Unterfranken einzureichen.


Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

15

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

15