TOP Ö 20: 1. Änderung des Bebauungsplans "Am Solzbach" - Behandlung der Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung und Behördenbeteiligung

Die 1. Änderung des Bebauungsplans „Am Solzbach“ wird im beschleunigten Verfahren nach § 13a Baugesetzbuch (BauGB) durchgeführt.

 

In der Zeit vom 10.12.2018 bis einschließlich 09.01.2019 fand die öffentliche Auslegung des Entwurfs der Änderung statt.

Hierauf wurde durch öffentliche Bekanntmachung am 06.12.2018 hingewiesen.

Auch über die Möglichkeit, während der Auslegungsfrist Anregungen vorzubringen, wurde informiert.

Alle am Verfahren beteiligten Behörden bzw. Träger öffentlicher Belange wurden von dieser öffentlichen Auslegung benachrichtigt und gleichzeitig um Stellungnahme gebeten. Diese Stellungnahmen sind nun zu behandeln.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass vorgetragene Anregungen vom Gemeinderat sachgerecht zu beurteilen sind und bei ihrer Würdigung eine objektive Abwägung der privaten und öffentlichen Belange stattfinden muss.

 

Zusätzlich wurde es notwendig aufgrund neuer Erkenntnisse, den Umgriff sowie die Festsetzungen im Bebauungsplan anzupassen.

 

 

 

Landratsamt Rhön-Grabfeld, Untere Naturschutzbehörde

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Beschluss:

 

Die Belange des Arten- und Lebensstättenschutzes wurden, im Rahmen eines Artenschutzrechtlichen Fachbeitrags, durch das Planungsbüro Glanz, Leutershausen untersucht. Das artenschutzrechtliche Gutachten wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.

 

Im Ergebnis wurde hier festgestellt, dass für gemeinschaftsrechtlich geschützte Arten (alle europäische Vogelarten, Arten des Anhangs IV FFH-Richtlinie), durch den Bebauungsplan „Am Solzbach“ keine artenschutzrechtliche Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 i.V.m. Abs. 5 BNatSchG vorliegen, wenn folgende Maßnahmen durchgeführt werden:

 

  • Gehölzrodung gemäß § 39 Abs. 5 Satz 2 BNatSchG nicht im Zeitraum zwischen 1. März und 30. September durchgeführt, sondern auf das Winterhalbjahr beschränkt wird.

 

  • Eine Artenschutzrechtliche Kompensationsfläche für Revierverluste der hecken- und gehölzbrütenden sowie höhlenbrütenden Vogelarten mit 1.911 m² auf Fl.Nr. 1008 der Gemarkung Hohenroth angelegt werden.

 

Die vorgenannten Maßnahmen werden in den Festsetzungen des Bebauungsplans aufgenommen und berücksichtigt.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 

 


Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beschluss:

 

Am 06.06.2019 wurde durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege (BLfD), in der Nähe des Bodendenkmals D-6-5626-0018, auf den Grundstücken Fl.Nr. 1 und 110, Gemarkung Leutershausen zwei Sondierungsschnitte (Schnitt 1 und 2) nach Absprache mit dem zuständigen Referenten durchgeführt.

 

Im Ergebnis wurde im Bereich der Fl.Nr. 1 (Schnitt 1), Gemarkung Leutershausen archäologisch relevante Befunde ab einer Tiefe von 75 cm festgestellt. Es handelt sich hierbei um Siedlungsbefunde (Haus- oder Erdkellergrube und Pfostengruben) des späten Hochmittelalters bzw. des Spätmittelalters. Dies bedeutet, dass alle weiteren Bodeneingriffe bzw. der Abtrag des Oberbodens archäologisch begleitet werden müssen.

Im Bereich der Fl.Nr. 110 (Schnitt 2), Gemarkung Leutershausen wurden keine archäologisch relevanten Befunde festgestellt.

 

Zur Sicherung der Belange des Denkmalschutzes wird in den Festsetzungen des Bebauungsplans folgender Text mit aufgenommen:

 

Aufgrund der archäologischen Voruntersuchen des BLfD, vom 06.06.2019 (Maßnahmen-Nr.: M-2019-1061-1_0), müssen auf den Grundstücken Fl.Nr. 1, 2, und 2/3, Gemarkung Leutershausen alle Bodeneingriffe archäologisch begleitet werden.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 


Landratsamt Rhön-Grabfeld, Baurecht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Beschluss:

 

Die geringfügige Erweiterung des Geltungsbereichs ist in der Begründung unter Nr. 1.2.1 dargelegt. Durch die Erweiterung werden die Grundzüge der Planung nicht berührt. Ebenso bleibt die Grundfläche unter 20.000 m² Die Änderung ist somit im vereinfachten Verfahren nach § 13a BauGB möglich.

 

Der Hinweis, dass die Änderung des Bebauungsplans auch eine Erweiterung des Geltungsbereichs beinhaltet wird zur Kenntnis genommen.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 

 


Abwasserverband Saale-Lauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beschluss:

 

Die abwassertechnische Erschließung im Gebiet des Bebauungsplans „Am Solzbach“ (1. Änderung ist im Michsystem gesichert.

 

Der Gemeinderat nimmt die Stellungnahme des Abwasserverbandes zur Kenntnis.

Die Hinweise werden im weiteren Verfahren berücksichtigt.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16


Landratsamt Rhön-Grabfeld, Kreisbrandrat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beschluss:

 

Die geforderten Vorgaben des Brandschutzes sind in der Planung berücksichtigt bzw. im Bestand bereits vorhanden. Die Planung und Ausführung der Wasserversorgungsanlagen erfolgt unter Berücksichtigung der Belange des Brandschutzes.

 

Die weiteren Hinweise der Stellungnahme werden zur Kenntnis genommen und beachtet.

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 


Amt für Breitband und Vermessung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beschluss:

 

Die Hinweise des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung werden vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen und im weiteren Verfahren berücksichtigt

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 


Landratsamt Rhön-Grabfeld, Wasserrechtsverwaltung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Beschluss:

 

Die Hinweise der Wasserrechtsverwaltung werden vom Gemeinderat zur Kenntnis genommen und im weiteren Verfahren wenn nötig berücksichtigt.

 

Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16

 

 

 

Ohne weitere Anregungen sind die Stellungnahmen:

 

·         vom Bayernwerk, Schweinfurt

·         der Bayerischen Rhöngas, Bad Neustadt

·         der Deutschen Telekom Technik GmbH, Bamberg

·         des Landratsamt Rhön-Grabfeld, Abfall- und Bodenschutzrecht

·         des Landratsamt Rhön-Grabfeld, Technischer Immissionsschutz

·         der Regierung von Unterfranken, Höhere Landesplanungsbehörde

·         des Regionalen Planungsverband Main-Rhön

 

 

 

Öffentlichkeitsbeteiligung

 

Von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Hohenroth wurden keine Anregungen vorgetragen.

 

 

 

Dem Gemeinderat wird der geänderte und angepasste Entwurf der 1. Änderung des Bebauungsplans „Am Solzbach“ vorgelegt und erläutert. Es wurden zusätzliche Änderungen im nördlichen Bereich zur Verkehrsführung eingearbeitet. Weiterhin wurden unter anderem Anpassungen bezüglich der Dachneigung, Gebäudehöhe und der Farbe der zulässigen Dacheindeckung vorgenommen.

 


Billigungs- und Auslegungsbeschluss:

 

Der Gemeinderat billigt den Bebauungsplanentwurf zur 1. Änderung des Bebauungsplan „Am Solzbach“ in der Fassung vom 16.09.2019.

 

Der Bebauungsplan wird nunmehr gemäß § 4a Abs. 2 erneut für den Zeitraum von mindestens 30 Tage ausgelegt. Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen gemäß § 4a Abs. 3 Satz 2 BauGB nur zu den geänderten oder ergänzten Teilen abgegeben werden. Der Bebauungsplan kann in der Geschäftsstelle der Verwaltungsgemeinschaft Bad Neustadt a. d. Saale und im Rathaus Hohenroth währen der Dienststunden eingesehen werden. Ort und Dauer der Auslegung werden mindestens eine Woche vorher öffentlich bekannt gemacht, mit den Hinweis darauf, dass während der Auslegungsfrist Anregungen nur noch zu den Änderungen vorgebracht werden können.


Abstimmungsergebnis:

 

Ja-Stimmen:

16

Mitgliederzahl:

17

Nein-Stimmen:

0

Anwesend:

16